Man hört immer häufiger den Begriff sehr sensibel oder sehr sensibel. Dennoch ruft der Begriff bei manchen Menschen immer noch viel Verwirrung hervor. Nicht jeder weiß, dass hohe Sensibilität sozusagen eine Eigenschaft ist. Leider führt das manchmal zu falscher “Beschriftung“. Ein sensibles Kind wird dann als schüchtern, ängstlich, wählerisch oder sozial unbeholfen wahrgenommen.
In diesem Artikel möchte ich mich auf den Begriff hohe Empfindlichkeit konzentrieren. Indem Sie mehr darüber lernen, können Sie als Elternteil auch besser verstehen, warum Ihr Kind sich so verhält. Und ich möchte Ihnen Tipps geben, wie Sie mit Ihrem hochsensiblen Kind umgehen können.
Was bedeutet hohe Empfindlichkeit?
Laut Dr. Elaine Aron, einer der Pionierinnen im Studium der hohen Sensibilität, “hat die hochsensible Person (HSP) ein empfindliches Nervensystem. Sie sind sich kleiner Details in ihrer Umgebung bewusster und werden in einer sehr stimulierenden Umgebung leichter überwältigt.“
Was zeichnet eine hochsensible Person aus?
Achtsam und überfordert
Eine hochsensible Person erlebt Gefühle und Situationen sehr intensiv. Zum Beispiel nimmt ein hochsensibles Kind mehr Dinge in seiner Umgebung wahr und ist dadurch leicht überwältigt. Eine sensible Person denkt sorgfältig über Dinge nach, bevor sie handelt. Eine hochsensible Person ist aufmerksam, vorsichtig und wird leicht von sensorischen Reizen (wie hellem Licht, Gerüchen und lauten Geräuschen) überwältigt.
Ich-Zeit zum Auftanken
Hochsensible Menschen nehmen die Emotionen und Gefühle anderer um sie herum sehr stark wahr. Sie nehmen diese Gefühle leicht auf, was starke emotionale Reaktionen auslösen kann. Da hochsensible Kinder und Erwachsene Erfahrungen und Emotionen tiefer empfinden und verarbeiten, ist “Erholung“ sehr wichtig. Sie müssen sich öfter isolieren, damit die Umwelt sie nicht überfordert und um Überstimulation zu vermeiden. Diese Momente für mich sind wirklich notwendig, um neue Energie zu tanken.
Überstimulation in vertrauter Situation
Es ist wichtig zu verstehen, dass eine hohe Sensibilität bei Ihrem Kind eine größere Herausforderung für Sie als Elternteil darstellen kann. Schließlich erleben und empfinden hochsensible Kinder intensiver. Dies kann zu Überstimulation führen, was zu emotionalen Ausbrüchen führen kann. Diese ‚Meltdowns‘ treten meist in der häuslichen Situation mit denen auf, bei denen sie sich am sichersten fühlen und die sie am meisten lieben – ihren Eltern.
Empfindlichkeit gegenüber Texturen, Klang und Geruch
Ihre Empfindlichkeit kann ihre Toleranz gegenüber bestimmten Kleidungsstücken, Gerüchen in der Umgebung, lauten Geräuschen und so weiter verringern. Diese Sensibilität gegenüber sensorischen Reizen kann oft ihre Freude an täglichen Aktivitäten beeinträchtigen.
Widerstand gegen neue Situationen
Ihre vorsichtige, aufmerksame Art macht sie oft weniger bereit, Neues auszuprobieren. Ein hochsensibles Kind wird nicht immer mit dem Strom schwimmen, aber es ist sehr wichtig zu bedenken, dass es nicht absichtlich behindern wird.
Intensivere Emotionen
Hochsensible Kinder können leichter in Tränen ausbrechen, weil eine Welt sie täglich mit vielen Informationen und vielen Reizen überwältigt ist.
Hochsensible Menschen scheinen vielleicht nicht in die gesellschaftliche Vorstellung von “starker Persönlichkeit“ zu passen, aber wenn sie in einer liebevollen und ermutigenden Umgebung aufwachsen, entwickeln sie sich zu intellektuellen, kreativen und nachdenklichen Persönlichkeiten. Der sowohl bester Freund als auch Anführer sein kann.
Hohe Sensibilität ist keine Diagnose
Hohe Empfindlichkeit ist ein biologisches Merkmal. Es ist KEINE Erkrankung oder Diagnose, daher ist eine medizinische Behandlung nicht notwendig. Hochsensible Kinder gedeihen am besten in einer unterstützenden Umgebung mit liebevollen Eltern, die Akzeptanz, Bildung und Verständnis für hohe Sensibilität besitzen.
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